Institut für Elementar- und Schulpädagogik (IESP)

Das Institut für Elementar- und Schulpädagogik (IESP) unter der Leitung von PD Dr. habil. Catherine Walter-Laager und Prof. Dr. habil. Manfred Pfiffner greift gesellschaftsrelevante Fragen rund um die ersten Bildungsjahre auf und entwickelt in Kooperation mit ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis innovative Studien sowie Instrumente zu deren Lösung. Dies geschieht in übergreifenden Kontexten und für unterschiedliche Anspruchsgruppen.

Das Angebot des IESP umfasst die Bereiche: Weiterbildung, Forschung und Evaluation sowie Beratung der Praxis und der Bildungspolitik. 

KiDiT®: Beobachten, Beurteilen und Planen in der Elementarpädagogik

Beobachten und Dokumentieren wird als eines der zentralen Handlungsfelder in den notenfreien Schuljahren (Kinder im Alter von 0 bis 10) propagiert. Genauere Untersuchungen dazu, die über die Selbstaussagen der Pädagoginnen hinausgehen, sind aber erst spärlich vorhanden. Das Forschungsprogramm beschreitet seit 2009 neue Wege. Es basiert auf einem digitalen Beobachtungsinstrument (KiDiT®) mit dahinter liegender Datenbank. Aktuell umfasst die Datenbank weit über 20'000 Kinder mit über 11 Millionen Datenpunkten und ist damit die größte europäische Datenbank in diesem Bereich. >>>zu KiDiT®

 

MumiK: Musik mit Kindern

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Mumik - Musik mit Kindern" wurden musikalische Praxiseinheiten filmisch begleitet. Die entstandenen Videos sind innerhalb des Projektes wissenschaftlich ausgewertet und für die Praxis didaktisch aufgearbeitet. Die Videos sollen Anreize für die musikalische Arbeit mit Kindern im Alter von 2 bis 7 Jahren bieten. Unser Dank gilt alle Beteiligten und der STEO Stiftung.

In unserem Beispielvideo "Schellen und Glocken" werden Kindern verschiedenen Alters Schellen und Glocken in großer Zahl zur Verfügung gestellt. Die Kinder dürfen eigenständig ausprobieren. Die Pädagogin ist sich ihrer Vorbildfunktion bewusst und führt die Glocken und Schellen vor. Das soziale Lernen der Kinder steht im Mittelpunkt. 

Literaturstudie und Leitfaden Good-Practice-Kriterien zur Ausgestaltung von Angeboten der frühen Förderung für Kinder aus sozial benachteiligten, bildungsfernen Familien

Im Dezember 2014 erteilte das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit (HSLU-SA) und dem Institut für Elementar- und Schulpädagogik (IESP) im Rahmen des Nationalen Programms zur Prävention und Bekämpfung von Armut (für nähere Informationen, siehe www.gegenarmut.ch) den Auftrag, eine systematische Literaturstudie zu Wirkfaktoren von Angeboten der Frühen Förderung durchzuführen und die Ergebnisse in Form eines Praxisleitfadens aufzuarbeiten.

Ziel der Studie ist es, basierend auf theoretischen Ansätzen und bereits evaluierten Angeboten Kriterien guter Praxis für eine wirksame Frühe Förderung von Kindern aus sozial benachteiligten, bildungsfernen Familien in den Bereichen Bildung, Soziales und Gesundheit zu identifizieren und einen Praxisleitfaden zu erarbeiten. In einem ersten Schritt werden dazu Erkenntnisse aus einer nationalen und internationalen Literaturanalyse zur Wirksamkeit von Angeboten der Frühen Förderung sowie aus Evaluationen über Angebote der Frühen Förderung in der Schweiz zusammengetragen. Auf der Basis dieser Erkenntnisse aus Theorie und Praxis werden Kriterien (Good-Practices) für die Ausgestaltung der Angebote der frühen Förderung für sozial benachteiligte Kinder und deren Eltern für die Schweiz erarbeitet. Diese Kriterien werden in den drei großen Sprachregionen der Schweiz in Workshops mit Expertinnen und Experten der frühen Förderung validiert. Darauf basierend wird ein abschließender Praxisleitfaden zu Kriterien guter Praxis in der Frühen Förderung mit benachteiligten Familien erstellt, der dann in einem vierten überregionalen Workshop validiert und für Fachkreise im Feld (Mütter- und Väterberatungsstellen, Kindertagesstätten, Spielgruppen, Tagesfamilien, aufsuchende Angebote, usw.) aufbereitet und zur Verfügung gestellt wird.

Ausblick: Die Literaturstudie bildet den ersten Schritt für die Studie AFFiS >>>mehr Informationen

Zum Empfehlungsschreiben BSV  >>>PDF zum Download

Kontakt:

Institut für Elementar- und Schulpädagogik (IESP) 
Neuhofstrasse 21
CH - 8315 Lindau

Mail: mail(at)iesp.ch
Webwww.iesp.ch

Telefon: +41 52 345 17 57

Kooperationen

Neben vielfältigen Kontakten und Arbeitsgemeinschaften im deutschsprachigen Raum bestehen feste Zusammenarbeiten zwischen dem IESP und folgenden Instituten und Universitäten: